Wie haben wir uns früher informiert? Wir haben unseren Nachbarn gefragt, wir sind zum Frisör gegangen oder der Kaufmann an der Ecke hat uns mit „Haben Sie schon gehört“ empfangen. Zeitung, Radio, Fernsehen – die Entwicklung im letzten Jahrhundert endet mit dem Internet als nie versiegende Infoquelle. Erstmalig ist Information in Hülle und Fülle vorhanden, Antworten auf alle Fragen, Meinungen, Tendenzen usw.. Unser neues Problem: Wir müssen die Informationen finden und Sie uns zugänglich machen.
Holschuld, oder: Am Anfang war das Websitehopping
Zu Beginn des Internetzeitalters gab es Bücher mit Titeln wie „Tausend hilfreiche Links für den Alltag“. Linksammlungen auf Papier, die zum Zeitpunkt ihres Erscheinens bereits völlig unaktuell waren. Schwer in Mode war auch, sich einfach treiben zu lassen. Man hat sich quer durch das Internet geklickt, ist durch Zufall auf interessante Seiten gestoßen und hat die mit in seine Web-Standardrunde aufgenommen. So oder so ähnlich hat sich dann eine Klickstrecke ergeben, die täglich zu bewältigen war, um sich auf den jeweiligen Websites allgemeine, aber auch spezielle Infos zu unterschiedlichen Themen zu erschließen – uncharmant…
Bringschuld, oder: Einmal Info für Jonas Wagner
Was beim Pizzataxi funktioniert, funktioniert auch im Internet – ich lasse liefern und im Internet sogar ohne Aufschlag oder Mindestverzehr! Newsletter haben schon früh aus der Informations-Holschuld eine Bringschuld gemacht. Mechanismen, die so nachvollziehbar und leicht zu bedienen sind, dass sie auch heute noch intensiv von vielen Menschen im Internet genutzt werden. Hier sei auch noch einmal die These erlaubt, dass sich auf breiter Front eh nur durchsetzt, was simpel und effektiv ist…
RSS, oder: Es ist angerichtet
Auch RSS-Feeds blicken mittlerweile auf eine gewisse Tradition zurück. Bis heute noch unterschätzt, bieten sie die Möglichkeit, sich als Nutzer automatisiert aktuelle Informationen liefern zu lassen.
RSS-Feed kann ich mir auf unzähligen Wegen zugänglich machen, so gibt es spezielle Leseprogramme (Reader), auch versteht heute jeder Browser die automatischen Meldungen als dynamische Lesezeichen. Sinnvolle Bündelungen verschiedener RSS-Feeds – häufig zu einem Oberthema – lassen sich hervorragend mit sogenannten Newsrooms abbilden. Schon nach wenigen Minuten hat auch der Ungeübte einen Newsroom – z. B. beim Webdienst Netvibes – angelegt. Newsrooms dienen natürlich nicht nur der eigenen Information, häufig werden sie den Usern einer Website zusätzlich als schnelle Gesamtübersicht angeboten. Ein Beispiel, der Newsroom der Stadt Duisburg.
Mittlerweile entwickeln sich aber auch spezielle Websites, die ähnlich eines geöffneten Wasserhahns Informationen zu einem Thema durchfließen lassen. Das kennen wir so in der Art und Intensität von Twitter… Ein Beispiel zum Thema Kultur findet sich unter http://www.du360.de. Der Nutzer kann als Ersteller von Informationen in Absprache mit den Betreibern aktiv und automatisiert an der Bestückung der Website teilnehmen, in Zukunft wird es zudem die Möglichkeit geben, Themenpakete dann wieder per RSS individuell zu abonnieren.
Web 2.0, oder: Die sozialen Netzwerke als Informationsquelle
Das Web 2.0 sorgt auch in punkto Information für eine positive Entwicklung. Die sozialen Netzwerke erlauben es mir, meine Informationen an einer Stelle zu bündeln. Ich bestimme, wem ich bei Twitter folge, wessen Infos mich in meiner Timeline bei Facebook erreichen. Focus, YuccaTree, Basic Thinking, derwesten oder demnächst vielleicht auch Sofa-Kurier, füllen meinen sozialen Infokanal und wenn ich nicht mehr mag, bestellen ich mit einem Klick den Dienst einfach ab. Das ist bei der Tageszeitung mit mehr Aufwand verbunden!
Moderne Ausgabegeräte, wie das iPad werden hier immer mehr Bedeutung bekommen. Ich habe meine Informationen immer dabei und es hat noch nie so viel Spaß gemacht wie heute, sie zu konsumieren…
Wie geht es weiter, oder: Herzlich willkommen in der schönen neuen Infowelt
In Zukunft werden Themen wie Augmented Reality oder das Semantische Web unsere Informationswelt noch gehörig auf den Kopf stellen. Informationenflüsse werden logischer, sinnvoller und auf meine derzeitige persönliche Situation noch optimaler abgestellt.
Es geht gerade erst richtig los!
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RSS kennen leider immer noch die wenigsten. Dabei wissen sie gar nicht wie mächtig und hilfreich RSS ist. Ich habe dazu auch noch 2 Artikel geschrieben, was man mit RSS noch alles so anstellen kann. Wer einmal die Power von RSS entdeckt, wird nie wieder ohne…
Mit RSS lässt sich ja nicht nur viel anfangen, es ist auch meist echt einfach zu handhaben…
Bin sehr gespannt auf deine Artikel!
[...] gefolgt von den privaten Artikeln wie “Budapest ist nicht gleich Bukarest” und “Informationsbeschaffung im Internet…“. Da aber noch nicht alle Autoren einen Artikel publiziert haben, ist es auch hier noch zu [...]